Kieferorthopädie ist Medizin. Mit Herz, Hand und Fachverstand.

Eine Zahn- oder Bissfehlstellung zu korrigieren ist kein kosmetischer Eingriff. Funktionsstörungen im Kiefergelenk, Atemwegseinschränkungen oder ein ungesunder Biss können langfristige Folgen haben — bei Kindern wie bei Erwachsenen. Deshalb arbeiten wir mit moderner Diagnostik, individueller Behandlungsplanung und kieferorthopädischer Fachausbildung.

So läuft eine Behandlung ab

Drei Termine, bis Sie genau wissen, woran Sie sind.

01

Beratungstermin

Wir schauen uns die Zähne gemeinsam an und besprechen, ob eine Fehlstellung vorliegt. Sie erhalten unsere fachzahnärztliche Einschätzung — und erfahren, ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist.

02

Diagnostik

Grundlage jeder guten Therapie ist eine gewissenhafte Diagnostik: Fotos, Modelle der Kiefer, die notwendigen Röntgenbilder und bei Bedarf eine Funktionsdiagnostik der Kiefergelenke.

03

Behandlungsplan

Darauf aufbauend legen wir einen individuellen Behandlungsplan fest — mit geeigneten Apparaturen, Behandlungsdauer und Kosten, transparent besprochen.

Wo stehen Sie gerade?

Wählen Sie, was auf Sie zutrifft — die passenden Antworten öffnen sich darunter.

Origami Hase – Kinder
Origami Fuchs – Jugendliche
Origami Eule – Erwachsene
Erster Termin mit 6–7 Jahren

Früh hinsehen heißt oft: später weniger behandeln.

Mit 6–7 Jahren lässt sich erkennen, ob etwas zu tun ist. In vielen Fällen reicht eine kurze Kontrolle und eine Wiedervorstellung zu einem späteren Zeitpunkt.

Das kennen Sie vielleicht

„Mein Kind atmet häufig durch den Mund oder schläft mit offenem Mund.“

„Die Zähne stehen eng oder schief — ich weiß nicht, ob das noch normal ist.“

„Unser Zahnarzt hat uns in die Kieferorthopädie geschickt.“

„Ein Milchzahn ist zu früh verloren gegangen.“

Häufige Fragen

Zum ersten Beratungstermin mit 6–7 Jahren. Einige Zahn- oder Kieferfehlstellungen sollten nicht erst behandelt werden, wenn alle bleibenden Zähne vorhanden sind — manches lässt sich während des Wachstums deutlich einfacher und schonender korrigieren.

Eine frühzeitige Behandlung kann helfen,

  • die gesunde Entwicklung von Kiefer und Gebiss zu unterstützen,
  • Folgeschäden an Zähnen, Kiefergelenken oder dem Zahnhalteapparat zu vermeiden,
  • ungünstige Wachstumsentwicklungen früh zu beeinflussen,
  • aufwendigere spätere Behandlungen zu erleichtern oder teilweise zu vermeiden.

Ein Behandlungsstart im Milch- oder frühen Wechselgebiss („Frühbehandlung“) kommt nur bei bestimmten Befunden in Frage — etwa ausgeprägten Kreuzbissen, starken Vor- oder Rücklagen der Kiefer mit erhöhter Traumagefahr für die Frontzähne, offenen Bissen, erheblichen Platzproblemen oder bestimmten Wachstumsstörungen.

Nicht in jedem Fall. Viele Zahnfehlstellungen entwickeln sich während des Zahnwechsels zunächst ganz normal und benötigen lediglich regelmäßige Kontrollen. Bei einigen Befunden ist Abwarten sogar die bessere Entscheidung.

Andere Fehlstellungen können das Wachstum jedoch ungünstig beeinflussen oder später deutlich schwieriger zu behandeln sein. Deshalb ist die frühzeitige Untersuchung so wichtig — nicht, um früh zu behandeln, sondern um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen.

Wir legen dann ein geeignetes Kontrollintervall fest, zum Beispiel nach 6–12 Monaten oder erst zu einem späteren Zeitpunkt des Zahnwechsels.

Sehr wichtig. Herausnehmbare Zahnspangen wirken nur, wenn sie regelmäßig und für eine ausreichende Dauer getragen werden. Je besser die Mitarbeit des Kindes, desto größer sind die Erfolgsaussichten der Behandlung.

In einigen Fällen ja. Nach Abschluss einer Frühbehandlung brechen in der zweiten Wechselgebissphase noch viele bleibende Zähne durch und das Gebiss entwickelt sich weiter — es kann also erneut zu Zahnfehlstellungen kommen.

Die Frühbehandlung schafft jedoch oft deutlich bessere Voraussetzungen für die spätere Behandlung.

Ja. Bestimmte Gewohnheiten können die Entwicklung von Zähnen und Kiefern erheblich beeinflussen: Daumen- oder Fingerlutschen, langes Schnullern, Nägelkauen, Lippenbeißen oder eine falsche Zungenlage. Je länger sie bestehen, desto größer ist das Risiko für Zahn- und Kieferfehlstellungen.

Die Beseitigung der Ursache ist häufig eine wichtige Voraussetzung für ein stabiles Behandlungsergebnis. Die myofunktionelle Therapie hat in unserer Praxis einen hohen Stellenwert: Je nach Befund arbeiten wir eng mit Logopädinnen und Logopäden zusammen oder setzen gezielt funktionskieferorthopädische Apparaturen ein.

Vielleicht sind Sie in den sozialen Medien bereits auf Dentosophie, Balancer oder weiche Silikon-Mundgeräte gestoßen.

Atmet Ihr Kind häufig durch den Mund? Ist der Mund in Ruhe – zum Beispiel beim Fernsehen oder im Schlaf – oft geöffnet? Schluckt Ihr Kind mit geöffnetem Mund? Dann liegt die Zunge nicht am Gaumen. Das kann die Entwicklung von Kiefer und Zähnen beeinflussen und Zahnfehlstellungen begünstigen.

Je früher solche funktionellen Auffälligkeiten erkannt werden, desto besser lassen sie sich mit dem natürlichen Wachstum positiv beeinflussen. Deshalb betrachten wir nicht nur die Zahnstellung, sondern auch Atmung, Zungenlage, Schlucken und Kauen.

Je nach Befund setzen wir bewährte funktionskieferorthopädische Geräte ein und arbeiten bei Bedarf mit Logopäden, Ergotherapeuten sowie HNO-Ärzten zusammen.

Ist bei Ihrem Kind eine Behandlung sinnvoll?

Im Beratungstermin schauen wir gemeinsam — mit 6–7 Jahren ist ein guter Zeitpunkt.

Kosten & Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten „ausreichender, zweckmäßiger und wirtschaftlicher Leistungen“ — bei einer Frühbehandlung allerdings nur bei bestimmten, genau festgelegten Fehlstellungen.

Eine medizinisch sinnvolle Behandlung bedeutet daher nicht automatisch, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme erfüllt sind.

Ob der Befund Ihres Kindes dazugehört, sagen wir Ihnen beim ersten Termin — verständlich und ohne Druck.

Behandlungsmethoden im Detail

Jugendliche, Kinder
Aktivatoren, Bionatoren oder Fränkel-Geräte beeinflussen Muskulatur und Kieferrelation — sie nutzen vorhandenes Wachstum, können es aber nicht erzeugen.
Jugendliche, Kinder
Individuell angefertigte Geräte, die nur während der tatsächlichen Tragezeit wirken — Möglichkeiten, Grenzen und mögliche Begleiterscheinungen.
Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Gummizüge, Headgear oder skelettale Mini-Implantate verhindern unerwünschte Gegenbewegungen bei bestimmten Zahnbewegungen.
Jugendliche, Kinder
Daumenlutschen, Schnuller, Nägelkauen oder eine fehlerhafte Zungenfunktion können Zähne und Kiefer prägen. Warum das Ablegen zum Behandlungserfolg gehört.
Jugendliche, Kinder
Geht ein Milchzahn zu früh verloren, sichert eine herausnehmbare Apparatur den Platz für den nachfolgenden bleibenden Zahn.
Jugendliche, Kinder
Das natürliche Kieferwachstum lässt sich innerhalb biologischer Grenzen nutzen, um Ober- und Unterkiefer zu harmonisieren und die Kaufunktion zu verbessern.
Kinder
Bei ausgeprägten Fehlstellungen kann schon im frühen Wechselgebiss behandelt werden — um Schäden zu vermeiden und die weitere Entwicklung günstig zu beeinflussen.
Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Brackets, Bänder und Drähte erschweren die Reinigung. Was während der Behandlung nötig ist, um Karies und Entkalkungen zu vermeiden.
ca. 11–17 Jahre

Deine Behandlung passt sich deinem Leben an.

Die Hauptbehandlung läuft meist im späten Wechselgebiss oder im bleibenden Gebiss — mit dem Ziel, dass Ober- und Unterkiefer gut zusammenpassen und du dich mit deinem Lächeln wohlfühlst.

Kennst du das?

„Ich will keine Zahnspange, die man sofort sieht.“

„Ich mache Sport — dabei möchte ich nicht eingeschränkt sein.“

„Meine Freunde haben schon eine Zahnspange. Brauche ich auch eine?“

„Ich will vorher wissen, was auf mich zukommt.“

Deine häufigsten Fragen

Nicht jeder Patient braucht eine Zahnspange. Im Beratungstermin schauen wir uns deine Zähne gemeinsam an und besprechen, ob eine Zahnfehlstellung vorliegt.

Eine Zahnspange sorgt nicht immer nur für gerade Zähne: Sie kann das Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer verbessern, bei Engständen die Zahnreinigung erleichtern oder spätere Probleme an Zähnen, Zahnfleisch und Kiefergelenken vermeiden.

Das Ziel ist ein gesundes Gebiss, das gut funktioniert – und ein Lächeln, mit dem du dich wohlfühlst.

Es gibt nicht die eine Zahnspange für alle. Je nach Befund kommen infrage:

  • herausnehmbare Zahnspangen
  • funktionskieferorthopädische Apparaturen
  • festsitzende Zahnspangen mit Metall- oder weißen Keramik-Brackets
  • Aligner — durchsichtige Schienen, die du selbst alle 1–2 Wochen wechselst
  • linguale Brackets, die innen an den Zähnen sitzen und von außen nicht sichtbar sind

Wie auffällig es wird, hast du also mit in der Hand. Aligner musst du rund 22 Stunden täglich tragen und dabei möglichst nur Wasser trinken — Softdrinks erhöhen unter den Schienen das Kariesrisiko und verfärben sie dauerhaft. Nicht jede Fehlstellung lässt sich allein mit Alignern behandeln.

Was am besten geeignet ist, entscheiden wir gemeinsam nach einer ausführlichen Untersuchung.

Nach dem Einsetzen oder Nachstellen können die Zähne für einige Tage druckempfindlich oder beim Kauen sensibel sein. Das ist völlig normal und zeigt, dass die Zahnbewegung beginnt — die Beschwerden verschwinden meist nach kurzer Zeit.

Ähnlich wie bei neuen Schuhen können sich kurz nach dem Einsetzen einer festen Zahnspange empfindliche Stellen an Wangen und Lippen bilden, bis sich die Schleimhaut an die neue Situation gewöhnt hat.

Ja! Schule, Sport und Freizeit sind ganz normal möglich.

Bei harten oder klebrigen Lebensmitteln solltest du etwas vorsichtiger sein, damit keine Brackets beschädigt werden. Und beim Zähneputzen brauchst du etwas mehr Zeit: Brackets und Drähte machen das Putzen schwieriger, und bleibt Zahnbelag zurück, drohen Karies, Zahnfleischentzündungen oder weiße Entkalkungsflecken.

Wir zeigen dir genau, wie du deine Zähne auch mit fester Zahnspange richtig reinigst — und du solltest weiterhin mindestens zweimal im Jahr zur Kontrolle in deine hauszahnärztliche Praxis gehen.

Die Mitarbeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren:

  • herausnehmbare Spangen regelmäßig und ausreichend lange tragen
  • Gummizüge nach Anweisung konsequent einsetzen
  • Kontrolltermine einhalten
  • Zähne gründlich putzen

Vom Nachttisch aus kann eine Zahnspange deine Zähne leider nicht verschieben. Wird sie nicht getragen, verlängert sich die Behandlung oder das gewünschte Ergebnis wird gar nicht erreicht. Je besser deine Mitarbeit, desto schneller erreichen wir gemeinsam unser Ziel: ein strahlendes, breites Lächeln.

Fast geschafft – aber noch nicht ganz. Nach der aktiven Behandlung beginnt die Retentionsphase: etwa 1–2 Jahre, in denen die Zähne ihre neue Position dauerhaft behalten sollen. Dafür trägst du nachts und je nach Verlauf nachmittags herausnehmbare Schienen oder Spangen.

Zähne bewegen sich ein Leben lang. Ohne Retainer können sie sich wieder verschieben — je nach Situation kommen festsitzende Retainer oder herausnehmbare Retentionsgeräte zum Einsatz. Wie lange das nötig ist, besprechen wir individuell.

Noch Fragen?

Im Beratungstermin klären wir alles, was dich beschäftigt — gern zusammen mit deinen Eltern.

Kosten & Krankenkasse

Ein Hinweis für die Eltern:

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten „ausreichender, zweckmäßiger und wirtschaftlicher Leistungen“ unter den Voraussetzungen der geltenden Behandlungsrichtlinien. Eine Hauptbehandlung wird dabei in der Regel über vier Jahre beantragt — sie umfasst die aktive Behandlungszeit und die anschließende Retention.

Wie viel übernommen wird, hängt von Art und Schweregrad der Fehlstellung ab. Manche Leistungen, die medizinisch sinnvoll oder besonders komfortabel sind, gehören nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.

Wir erklären Ihnen vor dem Start transparent, welche Leistungen übernommen werden — und welche Möglichkeiten darüber hinaus bestehen.

Behandlungsmethoden im Detail

Jugendliche, Kinder
Individuell angefertigte Geräte, die nur während der tatsächlichen Tragezeit wirken — Möglichkeiten, Grenzen und mögliche Begleiterscheinungen.
Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Gummizüge, Headgear oder skelettale Mini-Implantate verhindern unerwünschte Gegenbewegungen bei bestimmten Zahnbewegungen.
Erwachsene, Jugendliche
Nach der aktiven Behandlung folgt die Stabilisierung. Schienen, Platten oder Retainerdrähte sichern das Ergebnis gegen ein Rezidiv.
Jugendliche, Kinder
Aktivatoren, Bionatoren oder Fränkel-Geräte beeinflussen Muskulatur und Kieferrelation — sie nutzen vorhandenes Wachstum, können es aber nicht erzeugen.
Jugendliche, Kinder
Daumenlutschen, Schnuller, Nägelkauen oder eine fehlerhafte Zungenfunktion können Zähne und Kiefer prägen. Warum das Ablegen zum Behandlungserfolg gehört.
Jugendliche, Kinder
Geht ein Milchzahn zu früh verloren, sichert eine herausnehmbare Apparatur den Platz für den nachfolgenden bleibenden Zahn.
Jugendliche, Kinder
Das natürliche Kieferwachstum lässt sich innerhalb biologischer Grenzen nutzen, um Ober- und Unterkiefer zu harmonisieren und die Kaufunktion zu verbessern.
Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Brackets, Bänder und Drähte erschweren die Reinigung. Was während der Behandlung nötig ist, um Karies und Entkalkungen zu vermeiden.
Jugendliche
Die Korrektur im späten Wechselgebiss oder bleibenden Gebiss: Ziele, Apparaturen, Kostenübernahme — und was Mitarbeit konkret bedeutet.
Jugendliche
Transparente Schienen als Alternative zur festen Spange — 22 Stunden täglich, und warum dazu möglichst nur Wasser getrunken werden sollte.
Jugendliche
Brackets und Drahtbögen bewegen auch komplexe Fehlstellungen präzise. Ablauf, Behandlungsdauer und mögliche Begleiterscheinungen.
Zähne bewegen sich ein Leben lang

Für ein Lächeln ist es nie zu spät.

Viele erwachsene Patienten kommen zu uns, weil sie mit ihrer Zahnstellung unzufrieden sind — andere wegen Schnarchen, Knirschen oder Kiefergelenkbeschwerden. In einem individuellen Beratungstermin finden wir gemeinsam eine Lösung.

Das kennen Sie vielleicht

„Meine Zähne haben sich nach einer früheren Zahnspange wieder verschoben.“

„Vor einem Implantat oder Zahnersatz soll die Zahnstellung verbessert werden.“

„Meine Zähne haben sich durch Parodontitis verschoben.“

„Ich habe Engstände oder Lücken, die mich stören.“

Häufige Fragen

Viele Erwachsene bemerken, dass ihre Frontzähne im Laufe der Jahre enger stehen, sich überlappen oder drehen – obwohl sie früher gerade waren. Tatsächlich ist das keine Seltenheit. Ursache ist meistens ein Zusammenspiel aus natürlichen Alterungsprozessen, Kaudruck, Zahnwanderungen und manchmal auch Knirschen oder einer Parodontitis.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich die Zahnstellung mit modernen, unauffälligen kieferorthopädischen Behandlungsmethoden wieder korrigieren. Je früher die Ursache erkannt wird, desto einfacher ist die Behandlung.

Viele Erwachsene glauben, für eine kieferorthopädische Behandlung sei es „zu spät“. Tatsächlich lassen sich auch nach Abschluss des Wachstums viele Zahnfehlstellungen erfolgreich behandeln – oft mit deutlichen Verbesserungen für Funktion, Mundgesundheit und Ästhetik.

Nicht jede Zahn- oder Kieferfehlstellung eignet sich gleichermaßen für beides. Aligner sind eine moderne und unauffällige Möglichkeit – allerdings nicht für jeden Befund. Bei komplexeren Zahnbewegungen oder ausgeprägten Kieferfehlstellungen kann eine feste Zahnspange die bessere Wahl sein.

Letztlich sind unsere Apparaturen Werkzeuge, die es uns ermöglichen, Zähne zu bewegen. Mit zusätzlichen Hilfsmitteln ist auch bei komplexen Fehlstellungen häufig eine nahezu unsichtbare Therapie mit umso sichtbarerem Ergebnis möglich. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von Ihrer Ausgangssituation und Ihren Behandlungszielen ab.

Rezidive gehören zu den häufigsten Gründen für eine Behandlung im Erwachsenenalter. Zähne können sich auch viele Jahre nach einer erfolgreichen Behandlung erneut bewegen – häufig, weil die Retention nicht ausreichend war.

Mit einer erneuten kieferorthopädischen Therapie lässt sich das meist gut korrigieren. Entscheidend für die langfristige Stabilität ist dann eine durchdachte Retentionsstrategie.

Bei Parodontitis: häufig ja – nach erfolgreicher Parodontitistherapie kann eine Behandlung sogar sinnvoll sein. Voraussetzung ist, dass die Zahnfleischentzündung erfolgreich behandelt und der Zahnhalteapparat stabilisiert wurde. Anschließend kann die Kieferorthopädie die Zahnstellung verbessern und die Mundhygiene langfristig erleichtern.

Bei Kiefergelenkbeschwerden: nicht automatisch. Eine CMD (craniomandibuläre Dysfunktion) kann viele unterschiedliche Ursachen haben, und eine kieferorthopädische Behandlung ist keine Standardtherapie dafür. Wir berücksichtigen vorhandene Beschwerden in unserer Diagnostik und arbeiten bei Bedarf eng mit anderen Fachdisziplinen zusammen.

Nach jeder kieferorthopädischen Behandlung folgt die Retentionsphase. Festsitzende Retainer oder Retentionsschienen helfen dabei, die neue Zahnstellung langfristig zu stabilisieren. Eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrollen tragen zusätzlich dazu bei, das Behandlungsergebnis dauerhaft zu erhalten.

Fragen zu Ihrer Behandlung?

Welche Behandlung passt, klären wir am besten im persönlichen Gespräch.

Kosten & Krankenkasse

Nach Abschluss des 18. Lebensjahres beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse in den meisten Fällen nicht an den Kosten einer kieferorthopädischen Therapie.

Gesetzlich geregelte Ausnahmefälle sind schwere Kieferfehlstellungen, die eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung erfordern. Alle anderen Behandlungen erfolgen in der Regel als Privatleistung.

Sie erhalten vor Behandlungsbeginn einen transparenten Kostenplan — damit Sie genau wissen, woran Sie sind.

Behandlungsmethoden im Detail

Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Gummizüge, Headgear oder skelettale Mini-Implantate verhindern unerwünschte Gegenbewegungen bei bestimmten Zahnbewegungen.
Erwachsene, Jugendliche
Nach der aktiven Behandlung folgt die Stabilisierung. Schienen, Platten oder Retainerdrähte sichern das Ergebnis gegen ein Rezidiv.
Erwachsene
Zähne aufrichten, Lücken öffnen oder schließen, Platz für Implantate schaffen — Kieferorthopädie als Vorbereitung für Zahnersatz.
Erwachsene, Jugendliche, Kinder
Brackets, Bänder und Drähte erschweren die Reinigung. Was während der Behandlung nötig ist, um Karies und Entkalkungen zu vermeiden.
Erwachsene
Nach stabiler Parodontitistherapie kann Kieferorthopädie die Zahnstellung verbessern und die Reinigung erleichtern — mit besonderen Risiken.
Erwachsene
Rezidive, ausgeprägte Kieferfehlstellungen, parodontal bedingte Wanderungen — was im Erwachsenenalter behandelbar ist und was die Kasse trägt.
Erwachsene
Ohne Wachstumsreserven bewegt die feste Spange Zähne innerhalb der Grenzen des Zahnhalteapparates — präzise auch bei komplexen Befunden.
Erwachsene
Ästhetisch unauffällig und herausnehmbar: Engstände, Lücken und Rezidive lassen sich häufig mit transparenten Schienen korrigieren.

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