Die Behandlung mit transparenten Alignern stellt eine Alternative zur festsitzenden Zahnspange dar. Hierbei werden individuell angefertigte, herausnehmbare Kunststoffschienen eingesetzt, die die Zähne durch kontrollierte, schrittweise Bewegungen in die gewünschte Position führen. Die Schienen werden in regelmäßigen Abständen gewechselt und sollten täglich für die empfohlene Tragezeit getragen werden.
Ziel der Behandlung ist die Korrektur von Zahnfehlstellungen sowie die Verbesserung von Funktion und Ästhetik des Gebisses. Nicht jede Zahn- oder Kieferfehlstellung eignet sich gleichermaßen für eine Alignertherapie. Die Wahl des geeigneten Behandlungsverfahrens erfolgt daher auf Grundlage der individuellen Befundsituation.
Da die Aligner vom Patienten selbst eingesetzt und herausgenommen werden können, ist eine konsequente Mitarbeit von besonderer Bedeutung. Für einen erfolgreichen Behandlungsverlauf ist eine tägliche Tragezeit von etwa 22 Stunden erforderlich. Die Aligner sollten grundsätzlich rund um die Uhr getragen und nur zum Essen sowie zur Zahnreinigung herausgenommen werden. Nach jeder Mahlzeit ist eine gründliche Reinigung der Zähne erforderlich, bevor die Schienen wieder eingesetzt werden.
Das Trinken von gezuckerten oder säurehaltigen Getränken mit eingesetzten Alignern sollte vermieden werden. Insbesondere der Konsum von Softdrinks, Energydrinks oder vergleichbaren Getränken kann unter den Schienen zu einer erheblichen Erhöhung des Kariesrisikos sowie zu Schädigungen der Zahnhartsubstanz durch Säureeinwirkung führen. Während des Tragens der Aligner sollte daher möglichst nur Wasser getrunken werden.
Wie bei jeder kieferorthopädischen Behandlung können trotz sorgfältiger Planung unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Hierzu zählen unter anderem vorübergehende Druckgefühle, Beschwerden an Zähnen oder Kiefergelenken, Wurzelverkürzungen, Zahnfleischveränderungen sowie unvorhersehbare biologische Reaktionen auf Zahnbewegungen. In einzelnen Fällen kann es erforderlich werden, die Behandlung durch zusätzliche Schienen, sogenannte Verfeinerungs- oder Nachkorrekturphasen (Refinements), zu ergänzen, um das angestrebte Behandlungsziel zu erreichen. Der Behandlungserfolg hängt wesentlich von den biologischen Voraussetzungen sowie der konsequenten Mitarbeit des Patienten ab.